Summer of Sonic 2011

Dieses Jahr feiert der blaue Igel aus dem Hause SEGA seinen 20. Geburtstag. Grund genug für die Organisatoren des Summer of Sonic-Events dieses Jahr neben einer Verschiebung auf den Termin kurz nach dem Geburtstag mit einem besonders umfangreichem Programm aufzuwerten. Statt der üblichen 7 bis 8 Stunden Programm in London, gab es diesmal fast 11 Stunden (von 9 Uhr bis 20 Uhr Ortszeit) Showprogramm – für viele schon fast zu viel, denn von einer vermeintlichen Klima-Anlage, die die Halle der über 1000 Gäste hätte kühlen sollen, hat man wenig  mitbekommen. Zum Glück gab es dieses Jahr jedoch Pausenräume und auch ein Café, in dem man zu Sonics Geburtstag passende Snacks und Getränke erwerben konnte (Snacks mit besonders aussagekräftigen Namen wie etwa „Miss Vanilla’s Home Made Carrot Cake“, „Chip’s Super Awesome Chocolate Cake“ und – wie kaum anders zu erwarten – Chili Dogs).

Die am meisten hervorstechende Besonderheit war jedoch dieses Jahr eindeutig die anwesende Prominenz: sowohl Yuji Naka als „Sonic-Erfinder“, Takashi Iizuka als einer der Köpfe des Sonic Teams  sowie Jun Senoue als Musiker in den Spielen waren anwesend. Als sie um kurz vor 9 an der Schlange wartender Fans vorbeiliefen wurden sie bereits mit einem Jubeln begrüßt. Während der Show wurden ihnen in 2 Runden Fragen gestellt, die man im Vorfeld auf summerofsonic.com formulieren konnte. Neben Standardfragen (beispielsweise wie sie in die Spiele-Industrie gekommen sind) wurden ihnen teilweise auch etliche Fragen gestellt, zu denen sie schlicht nicht weiterwussten (so musste Takashi Iizuka bei einer Frage zu einem Level-Feature in Sonic 3 kurzerhand an den Level-Designer von Sonic 3 verweisen, da nur dieser so detaillierte Fragen beantworten könnte). Desweiteren mussten die drei über den gesamten Tag mehrere 100 Autogramme geben, für die die Fans sich auch gerne über zwei Stunden in die Schlange gestellt haben.


Neben diesen Gästen gab es jedoch natürlich noch weiteres Programm: so musste sich Fans in einem Wettbewerb beweisen, dass sie die aus den Sonic-Spielen bekannten Songs auch beherrschten – das Publikum entschied jeweils, wer der beste bzw. der schlechteste Sänger war. Auch gab es dieses Jahr wieder einen Cosplay-Contest, bei dem sich die Fans als Charakter der Serie verkleidet haben (oft nur mit sehr viel Fantasie erkennbar, teilweise jeoch auch durchaus gut gelungene Kostüme dabei) – dieser Contest wurde von einer Cosplayerin, die als Silver verkleidet war, gewonnen. Ebenso mussten sich Spieler abseits der Haupthalle in einem Multiplayer-Contest in Sonic Adventure 2 Battle sowie einem Speedrun-Contest in Shadow the Hedgehog beweisen. Jeder Gewinner eines Wettbewerbs erhielt natürlich einen Preis.

Wie auch 2010 gab es dieses Jahr wieder ein kleines Konzert. Diesmal mit Julien-K (letztes Jahr von Crush 40), der durch „This Machine“ in Sonic Heroes sowie „Waking Up“ im Shadow the Hedgehog-Soundtrack in der Fanbase bekannt wurde. Leider hatte das Rock-Konzert der Band weder den einen noch den anderen Song, dem Jubel zu urteilen war die Stimmung der Zuschauer jedoch dennoch ungetrübt.

Für das Zwischendurch wurden von DeviantArt bekanntgewordene Sonic Shorts-Videos gezeigt worden – da diese hauptsächlich aus Parodien bestanden haben, war während diesen Vorstellungen die ganze Halle am Lachen.


Neben dem Show-Programm konnte man in der Halle noch an Xbox 360-Konsolen bekannte Spiele spielen, sowie eine neue Demo von Sonic Generations (nicht die aktuell auf Xbox Live erhältliche Fassung – in dieser Fassung war auch Modern Sonic spielbar) anspielen – für Sonic Generations musste man jedoch zwischenzeitlich viel Geduld mitbringen, da die vier bereitgestellten Konsolen oft nicht ausgereicht haben. Ebenso gab es in der Halle etliche Verkaufsstände, an denen man Stofftiere, Figuren, Poster und ähnliches erwerben oder bewundern konnte (besonderes Merchandise war nicht erhältlich, aber in zwei Vitrinen ausgestellt) – vieles des verkauften Merchandise war von Fans gemacht und nicht zwangsweise nur Sonic-bezogen (so gab es auch einen Stand, der NiGHTS-Material an den Mann brachte).

Wer nach den 11 Stunden Trubel immer noch nicht genug hatte, konnte ab 21 Uhr in einer After Show-Party bis 3 Uhr nachts den Abend ausklingen lassen bei Musik, Party und Pizza – so lange haben jedoch auch wir es nicht mehr ausgehalten und uns irgendwann abgeseilt. Schließlich möchte man ja noch den Flieger in die heimischen Gefilde zumindest halb ausgeschlafen erwischen.  Ob 2012 wieder ein solches Event stattfinden wird, ist noch unklar (jedoch wahrscheinlich). Wenn dem so wäre, würden wir uns freuen, euch natürlich auch unter den Gästen zu begrüßen. Denn: kommen darf jeder, man muss nur irgendwie nach London kommen.