Sonic 4 & Sonic Colours Hands-On Event

Da ich am Sonnabend bei SEGA in München Hand an Sonic the Hedgehog 4, Episode 1 und Sonic Colours anlegen durfte, möchte ich euch hier einen kleinen Bericht dazu präsentieren.

SEGAs Eingangspforte mit Sonic Colours Poster
SEGA Eingangspforte mit einem Sonic Colours Poster

Nach der Ankunft bei SEGA gab es erstmal ein freudiges Begrüßen mit Susanne und Qui. Im Präsentationsraum waren einige Monitore aufgebaut, auf denen man entweder Sonic 4 (in der XBOX 360 oder Playstation 3 Version) und Sonic Colours spielen konnte.

Zuerst möchte ich näher auf Sonic 4 eingehen. Es war bereits die finale Version spielbar und somit alle vier Welten. Jede Welt hat drei Acts, wobei der dritte jeweils der Endgegneract ist. Also genau so, wie es in Sonic 1 auch schon war. Die Zonen unterscheiden sich dabei deutlich. Ihr beginnt in der Splash Hill Zone, welche doch sehr an die Green Hill Zone und ihre jeweiligen Nachfolger erinnert. Im Verlauf der Zone geht die Sonne unter und am Ende kämpft ihr schließlich bei glutrotem Himmel gegen Dr. Eggman. Einige sehr schöne Elemente, wie Lianen, an denen man schwingen kann, sowie Sonic 1 typische Gegner, machen diese Zone zu einem guten Einstieg und vermitteln bereits das tolle Retrogefühl.


Die Casino Street Zone hat mir persönlich am besten gefallen. Hier rast Sonic vor dem Hintergrund einer nachtleuchtenden Großstadt durch Flipperautomaten, Kartenstapel und Gegner. Der Endgegner ist hier sehr von Sonic 2 inspiriert und dürfte wohl wenig Mühe bereiten.

In der Lost Labyrinth Zone durchstreift Sonic eine überflutete Ruine, teilweise komplett im Wasser. Mir hat hierbei gefallen, dass es einige Rätsel zu knacken gab, wie bestimmte Leuchten mit einer Fackel anzuzünden, damit sich ein Durchgang öffnet. Der Schwierigkeitsgrad steigt hier schon spürbar an, aber es wird nie unfair oder frustig.

Die Mad Gear Zone schließlich, ist wohl eine Mischung aus der Scrap Brain Zone aus Sonic 1, der Metropolis Zone aus Sonic 2 und der Wacky Workbench Zone aus Sonic CD. Riesige Zahnräder, dampfende Schlote und gefährliche Pressen wollen Sonic an die Stacheln. In einem Act müsst ihr einer tödlichen Wand davonlaufen, im anderen das Rätsel des Zahnradmechanismus lösen.


Im Spiel gibt es auch noch eine Finale Zone, in der Robotniks Kampfanzug aus Sonic 2 zurückkehrt, ich hatte aber leider keine Gelegenheit, sie anzuspielen. Die Bonuswelten, die nach jedem Act durch einen großen Ring erreichbar sind, sofern ihr fünfzig Ringe im Act gesammelt habt, führen euch, ganz wie in Sonic 1, in ein drehendes Labyrinth. Das neue daran ist, dass ihr nun eine bestimmte Anzahl an Ringen sammeln müsst, um ein Ringtor zu öffnen, welches euch in den nächsten Bereich des Labyrinths führt. Zudem gibt es noch eine Zeitbegrenzung, die aber nie brenzlig wird und der ihr durch das Sammeln einer Bonuszeit weitere Sekunden hinzufügen könnt.

Fazit: Sonic 4: Episode 1 setzt die klassische Serie aus den 90ern würdig fort. Geniales Leveldesign, ein retroverdächtiger Soundtrack und fordernde, aber nie frustige Level, machen es zum Must-Have für jeden Sonic Fan.


Nun zu Sonic Colours, dem nächsten Highlight für alle Sonic Fans, die eine Wii oder einen DS haben.

Die Ähnlichkeit zu Sonic Unleashed, was die Engine angeht, ist auch spielerisch bemerkbar. Ein Jahr nach dem Sieg über Dark Gaia wirkt das Setting von Colours frischer, das System mit den Planeten ist eine sehr gute Idee. Diese sind jedoch nicht gleich am Anfang des Spiels verfügbar, sondern müssen erst freigeschaltet werden.

Grafisch bietet
Sonic Colours oberes Wii Niveau. Die Animationen sehen sehr gut aus und die Level sind bunt und kreativ gestaltet. Hier punktet vor allem Sweet Mountain, wo Lebensmittel in vielen Varianten das Bild der Welt bestimmen. Geschwindigkeitstechnisch wird hier mehr Abwechslung geboten, als bei Unleashed, denn durch den Aufbau der Levels, die man nicht nur von A nach B, sondern auch nach oben und unten erforschen kann, muss man ab und zu abbremsen, zurück laufen oder, mit Hilfe des Bohrerwisps den Erdboden durchbrechen um geheime Bereiche zu erkunden.


Womit wir auch schon beim Kernelement des Spiels wären, den Wisps. Bei der Demoversion konnte ich insgesamt vier Stück testen. Der Stachelwisp ist rosa und ihr könnt mit seiner Hilfe Gegner zerstören und an Wänden hoch gleiten. Das ist ganz praktisch, wenn ihr einen höher gelegenen Bereich normal nicht erreichen könnt, oder stärkere Gegner euch den Weg versperren. Der Raketenwisp ist gelb und wenn ihr ihn einsetzt, werdet ihr gerade nach oben katapultiert. Das ist nützlich, wenn ihr direkt über euch befindliche Ringe ergattern wollt. Eine etwas eigentümliche Entwicklung ist der grüne Wisp. Mit seiner Hilfe könnt ihr, wie mit dem Raketenwisp, ebenfalls höher gelegene Orte erreichen. Allerdings ist er dabei relativ frei steuerbar. Vor allem die roten Bonusringe können mit der Hilfe dieses Wisps gut erreicht werden. Der vierte Wisp, den ich testen konnte, ist der Bohrerwisp. Mit seiner Hilfe könnt ihr euch durch den Erdboden bohren und so Geheimräume oder tiefer gelegene Orte erreichen. Bei einem Endgegner ist er sogar der Schlüssel zum Sieg.

Alles in allem machen die Wisps Spaß, allerdings kommt ihr an einigen Orten auch ohne Sie gut zurecht.

Die Musik ist mir nicht besonders aufgefallen, aber in Sweet Mountain war sie sehr stimmig. Man hat versucht, jedem Level eine passende Musik zu geben, was auch relativ gut funktioniert hat.


Die Steuerung ist im Kern genauso, wie bei der Wii Version von Unleashed. Ich hatte nur die Gelegenheit, das Spiel mit der Wii FB und Nunchuck zu spielen, aber ihr könnt es später auch mit dem Gamecube Controller spielen, wenn euch diese Variante besser gefällt. Ihr bewegt Sonic mit dem Joystick, gesprungen wird mit A. Durch drücken von B im vollen lauf könnt ihr driften, was bei engen Kurven ein hinein rennen in Gegner vermeidet oder einfach den Speed in den nächsten Abschnitt mitnimmt.

Die Bosse sind diesmal Roboter, die nicht direkt von Dr. Eggman bedient werden, sondern ein sehr großes Eigenleben haben. Dabei treten euch teilweise höchst skurrile Bosse gegenüber, so bekommt ihr es zum Beispiel mit einem Piraten samt seinem Schiff zu tun.


Den Challengemodus habe ich nur kurz angetestet, hier lauft ihr entweder gegen die Zeit, oder gegen einen Mitspieler zum Ziel. Dabei gilt es auch  mehr Ringe zu sammeln als der Konkurrent.

Fazit: Wem Unleashed gefallen hat, dem wird auch
Sonic Colours großen Spaß machen. Die Welten sind sehr abwechslungsreich und die Wisps machen Spaß. Es hat ein gutes Tempo und mehr Plattforming als Unleashed.
 

Die DS Version hat mich positiv überRUSHT. Ja, es ist Rush 3, mit anderem Setting, aber es steuert sich genau wie Rush. Die Level sind allesamt sehr bunt und machen richtig Spaß. Da alles an Rush erinnert, gehe ich eher auf den Soundtrack ein, denn der ist wirklich gut und man möchte einfach mit summen wenn man eine Melodie hört. Die Bonuswelten sind im Stile der Rush Bonuswelten gehalten. Auch hier müsst ihr mit dem Stylus durch eine halbe Röhre manövrieren, was immer sehr gut funktioniert. Nur sammelt ihr diesmal keine Ringe, sondern farbige Kugeln.


Hier abschließend noch ein paar Bilder vom Event in München:


Sonic Colours Sonic 4 Preview

 Sonic Colours Sonic 4 Preview

 Sonic Colours Sonic 4 Preview

 Sonic Colours Sonic 4 Preview

An dieser Stelle möchten wir uns nochmal herzlich bei SEGA Deutschland für die Einladung und Organistation des Events bedanken!