Reviews



Review:

Und plötzlich war es da: Renegade Ops. Ich hatte es zugegebener Weise auch gar nicht auf dem Schirm trotz der vielen Pressemeldungen dazu. Das Spiel eine Woche vor Gears of War 3 zu veröffentlichen führt sicherlich auch zu ein wenig dazu, dass der Release ein wenig übersehen wurde. Und das ist schade, denn eines kann ich schonmal vorweg nehmen: Renegade Ops ist ein verdammt guter Titel.

Doch der Reihe nach.
Was ist Renegade Ops eigentlich für ein Spiel? Renegade Ops ist Twin-Stick Shooter, der in einem fiktiven Kriegsszenario spielt. Ihr spielt einen von vier wählbaren Renegades, die  gegen Inferno antreten, einen "wahnsinnigen Irren", der die Weltherrschaft ansich reißen will. Das übliche halt. Um die Story, die visuell nett in Comic Optik erzählt wird, gehts natürlich nur nebensächtlich. Im Vordergrund steht die Action und davon gibts hier genug.

Nachdem ihr euch für einen Charakter entschieden habt, könnt ihr eurer Fahrzeug noch mit verschiedenen Bonus Items ausrüsten (z.B. mit Extra Leben oder größeren Magazinen). Die Slots dafür sind begrenzt. Weitere Items schaltet man im Laufe des Spiels durch Aufleveln frei. Die Fahrzeuge eines jeden Charakters besitzen außerdem jeweils eine Spezialfähigkeit, z.B. EMP und Airstrike.



Und dann gehts auch schon los. Ihr steuert also euer Fahrzeug mit dem linken Stick und schießt mit dem rechten. Mit LT aktiviert ihr eurer Spezialfähigkeit, mit RT feuert ihr eure Sekundäre Waffe ab. Eine Sekundäre Waffe ist z.B. der Raketenwerfer. Diese sind in der Munition begrenzt und müssen während des Spiels eingesammelt werden. Für das Machinengewähr gibt es ebenfalls Power Ups. Mit A startet ihr euren Turbo (schnelleres Fahren), mit X wird gebremst und mit Y blendet ihr die Karte ein.

Zu den Zielen gehören, das Zerstören bestimmter Fahrzeuge oder Gebäude, das Eskortieren von befreundeten Einheiten oder das Sammeln diverser Items. Die Karten auf der Ihr euch bewegt sind frei befahrbar, "Open-World-Style", durch einen Marker wisst ihr aber immer wo ihr hin müsst. 



Es gibt ingesamt neun Missionen, die jeweils ca. 12-30min dauern. Es gibt zwischen den Missionen keinerlei Checkpoints. Wenn ihr Game Over seid gehts zurück zum Titelbildschirm. Hört sich erstmal fies an, aber der Schwierigkeitsgrad ist auf normal recht moderat. Zusätzlich gibt es noch einen leichten Schwierigkeitsgrad mit unendlich Leben, allerdings können dort keine Erfahrungspunkte gesammelt werden.

Im Splitscreen oder online via Xbox Live können bis zu vier Spieler zusammen in den Kampf ziehen. Das wertet das sowieso schon spaßige Spiel noch eine gute Ecke mehr auf.



Fazit:
Umgerechnet ca. 15 EUR kostet Avalanches Renegade Ops (übrigens das Team hinter "Just Cause"). Ein mehr als fairer Preis für ein erstklassiges Action Spiel, mit bombatischer Grafik (wirklich, manch ein Vollpreis Titel kann sich davon mal eine Scheibe abschneiden!), neun Missionen in den unterschiedlichsten Szenarien und vier verschiedenen Charakteren. Das Erfahrungspunkte-System und die freischaltbaren Rüstungsgegenstände sorgen für Motivation, der Coop Modus und ein dritter Schwierigkeitsgrad bringen zusätzlichen Spielspaß. Was gibts auszusetzen? Nicht viel. Ungeübte Spieler werden hier und da sich Checkpoints in den sehr langen Levels wünschen. Ich selber hätte mir noch ein wenig mehr Langzeitmotivation gewünscht z.B. durch Online Achievements oder andere freischaltbare Extras. Insgesamt ist Renegade Ops aber ein Top Spiel, das seine 9 Punkte mehr als verdient hat.


Wertung: