Reviews



REVIEW


Über 11 Jahre mussten Nights Fans auf eine Fortsetzung des Klassikers warten. Am 25. Januar 2008 war es endlich soweit: die Fortsetzung "Nights - Journey of Dreams" kam hierzulande in die Läden. Ob sich das lange Warten gelohnt hat, muss letztendlich jeder für sich selber entscheiden.

Grafisch gehört Nights JoD schonmal zu den besseren Wii Titeln. Das Anfangsgebiet in dem man seine Missionen startet ist noch recht dunkel und detailarm, die späteren Level sind dafür aber umso detailreicher, bunter und begeistern mit tollen Hintergründen und Effekten.

Das Spiel kann entweder mit der Remote, Remote + Nunchuck Controller, dem Wii Classic Controller oder mit dem GameCube Controller gespielt werden. Die Steuerung mit der Remote ist leider sehr unpräzise und frustrierend. Denn man steuert nicht direkt, sondern gibt quasi nur die Richtung an, in die Nights fliegen soll.  Es ist daher also auf jeden Fall empfehlenswert mit Gamecube oder Classic Controller zu spielen.

Es gibt drei Spielmodi in Nights - Journey of Dreams: Storymodus, MyDream und 2-Spieler Partie.


Storymodus:   
Die Geschichte von Nights ist im wesentlichen schnell erzählt: In Nightopia, der Welt in der sich unsere Träume abspielen, gewinnt ein böses Wesen namens Wizeman, enorme Macht. Durch seine Geschöpfe, die Nightmaren, fängt er wertvolle Traumenergie von Menschen ein, die dort in Form von bunten Kugeln erscheinen (Ideya). Mit Hilfe der Ideya ist es Wizeman möglich, Träume in Alpträume zu verwandeln. Nun muss Nights mit Hilfe der beiden 12-jährigen Kinder Helen und Will, versuchen Wizeman aufzuhalten und Nightopia zu retten.

Es gibt im Storymodus zwei verschiedene Storylines. Die von Helen und die von Will. Beide Storylines bestehen aus 4 Welten mit jeweils unterschiedlich vielen Missionen. Je nach gewähltem Charakter gilt es verschiedene Traumreiche nach den verlorenen Ideyas zu durchsuchen, bestimmte Aufgaben zu bewältigen und auch Gegner zu bezwingen. Die zwei unterschiedlichen Storylines kommen dabei immer wieder miteinander in Berührung bis sie am Ende sogar miteinander verschmelzen.

Die Passagen mit Nights sind wie im Vorgänger linear. Wie gewohnt sind die Level märchenhaft präsentiert und von einem bezaubernden Soundtrack untermalt. Mit Loopings werden Gegner oder Items gefangen, um Energie für schnelle Boosts zu sammeln, muss man durch Ringe fliegen und allerlei akrobatische Kunststücke vollführen.

Etwas nervig sind die Passagen mit Will und Helen in denen man in Action-Adventure Manier seinen Weg durch Hüpfpassagen oder Schalterrätsel machen muss. Die Figuren reagieren träge, ihre Bewegungen sind unausgereifter als die von Nights und die Level sind detaillos und öde. Auf diese Passagen hätte man verzichten können. Die Fluglevel mit Nights machen aber dafür um so mehr Spaß.

Bei den Boss Gegnern wird einem sogar ein wenig Taktik abverlangt. Bei jedem Boss muss man eine bestimmte Technik anwenden, um ihn besiegen zu können. Der Abschluss eines Levels wird mit den Rängen A–E bewertet.


MyDream Modus:
Hier kann man sich seinen eigenen Traumgarten gestalten, sowie Nightmaren und Nightopians anschauen. Man kann sogar über eine Nintendo Wi-Fi Connection die MyDreams anderer Spieler besuchen oder selber Besuch empfangen. Dies geschieht durch eine Türe im MyDream. Diese Türe kann abgeschlossen werden, wenn man keine Lust darauf hat Besuch zu empfangen. Wenn jemand in deinen Garten zu Besuch kommen möchte, wird man vorgewarnt. So kann man den Gast entweder hereinbitten oder ablehnen. Es können über WTC auch Einladungen versand werden. Durch ein Klingelzeichen kann man Freunde darauf aufmerksam machen, dass man im Garten auf sie wartet. Man kann sich sogar gegenseitig kleine Geschenke mit in die Gärten bringen. Unterhaltungen mit Freunden im Garten geschehen über Emoticons. Man kann leider weder etwas schreiben noch Sprachnachrichten schicken.

In den Missionen können via Nights’ Paraloops Nightopians und Nightmaren gefangen und in den MyDream geschickt weden. Wenn mehr Nightmare als Nightopians  im Garten sind, verändert er sich und wirkt gruselig. Wenn mehr Nightopians im Garten sind ähnelt er Nightopia.   Auch von Wii Connect 24 wird Gebrauch gemacht. So wurde zum Beispiel der Wetterkanal eingebunden. Wenn es bei dir zuhause regnet, geschieht dies auch im MyDream Raum. Alles in allem ist der MyDream aber wenig spektakulär und nicht viel mehr als ein Showroom für den in den Missionen gefangene Nightopians.


2-Spieler Partie:
Hier gibt es zwei Optionen. Entweder 2-Spieler Rennen oder 2-Spieler Kampf. Das Rennen kann über WFC sowie Lokal über einen Splitscreen gespielt werden, währenddessen kann „Kampf“ nur offline gespielt werden und ist nach der Zeit ziemlich witzlos. In den beiden vs. Matchen sind aber von Beginn an nicht alle Charaktere spielbar. Es können nur die Nightopians gewählt werden, die man im Storymodus freigeschaltet hat.


Fazit:
"Nights - Journey of Dreams" überzeugt zwar nicht auf ganzer Linie, einige Passagen wirken etwas unausgereift und zuweilen chaotisch, Fans des Saturn-Klassikers werden sich jedoch freuen, dass der Nachfolger seinen Wurzeln treu geblieben ist. Die wunderschönen Rendersequenzen, die tolle Musikuntermalung und das abwechslungsreichere Gameplay sorgen auch bei Nights-unerfahrene für eine Menge Unterhaltung.


Wertung: