Reviews



REVIEW
Der Vorgänger war einer der größten Erfolge der Videospielgeschichte. Mehrere Millionen Male hat er sich verkauft – ob es wirklich so gerechtfertigt ist, darüber zerbrechen sich Journalisten, Fans und etliche andere den Kopf. Ob der Nachfolger die etlichen Kritikpunkte wett macht lest ihr hier.

Um es kurz zu fassen: fast alle der Detail-Änderungen sind wirklich zum besseren. Nutzloses Dauer-Fernbedienunggeschüttel ist adé, Freischalten weiterer Disziplinen funktioniert auch im Multiplayer-Modus und der Fokus, der im Vorgänger viel mehr auf "echten" olympischen Disziplinen lag, ist diesmal sehr zugunsten der Traumdisziplinen verschoben worden (etwa 50:50-Verhältnis). Auch völlig nutzlose Dinge, wie die "Kinder-Spiele", die man in der Galerie vorfand, gibt es nicht mehr. Der Zirkel-Modus wurde durch einen deutlich mehr fordernden (und vor allem kürzeren) Sportfest-Modus ausgetauscht – leider sind mit dem Wegfallen der Zirkel-Modi auch die freien Zirkel, bei denen man frei bis zu 5 Disziplinen in einer Reihe spielen konnte wegfallen.

Der Sportfest-Modus ist überhaupt die einzig wirkliche Neuerung. In 17 virtuellen Tagen spielt man entweder allein (sprich: man wählt einen Charakter für sich aus und spielt in etlichen Alle-gegen-alle-Disziplinen gegeneinander) oder im Team (vier Charaktere werden gewählt und man spielt durch Disziplinen, die als Team absolviert werden) alle olympischen Events durch. Beide Modi können auch mit mehreren Spielern gespielt werden – im Einzel-Modus spielt man gegeneinander, im Team-Modus dagegen kooperativ. Sobald man beide Modi abgeschlossen hat, sind auch alle spielbaren Disziplinen freigeschaltet – anders als im Vorgänger sind von Start an alle Original-Disziplinen freigeschaltet, jedoch nur 3 Traumdisziplinen,die anderen müssen noch freigespielt werden.

Allgemein sind alle Disziplinen in nur wenigen Kategorien ausgefallen: Ski (inkl. Skispringen), Snowboard, Schlittschuhfahren (Schnelllauf und Eiskunstlauf), Bob, Eishockey und Curling – bei den Traumdisziplinen gibt es zusätzlich Gleitflug und eine spaßige Schneeballschlacht! Die Steuerung ist weitestgehend sehr ordentlich gelungen und geht recht einfach von der Hand – leider gibt es gelegentlich Aussetzer. Ein großes Manko des Vorgängers bleibt dabei: keine der Disziplinen kommt wirklich über ein Minispiel-Niveau heraus – entweder sind sie binnen maximal 2 Minuten zu erledigen (außer vielleicht Curling, das sich bis etwa 5 Minuten hinziehen kann) – oder sie sind manuell limitiert (beispielsweise Eishockey, was auf 1 Minute pro Halbzeit/Drittel limitiert ist).. schade eigentlich, einige davon sind wirklich spaßig, wenn sie nur länger wären.

Mit jeder abgeschlossenen Disziplinen erhält man Sterne. Diese kann man in einem Weihnachts-Dorf in diversen Shops einlösen – man kann sich Sticker, die man auf seine Sport-Ausrüstung kleben kann, kaufen.. Equipment für seine Miis (inkl. Ganzkörper-Anzüge), hübsche Mario & Sonic-Items (wie Chaos Emeralds) als Deko für das Dorf oder auch klassische Songs der beiden Spielserien (bei Mario-Songs weitestgehend Remixe der alten Super Mario World-Spiele, bei Sonic-Spielen sind es hauptsächlich unveränderte Songs der Sonic Adventure-und-neuer-Reihen).

Als letzter Punkt sind die Partyspiele: Party kam hier während der Tests kaum auf – denn Ballone abschießen und man verdient sich Schuss in den Disziplinen – das kennt man alles schon auf der Wii.

Nun zum Subjektiven: Ob einem das Spiel Spaß macht oder nicht, hängt hauptsächlich davon ab, ob man Spaß an einer Disziplin findet. Daher mein Tipp: gebt dem Ding eine Chance, sofern ihr es bekommen solltet. Wenn ihr ein Event findet, das euch Spaß macht, dann wird man dieses schon in der Gruppe einige Male spielen können ohne, dass der Spaß dabei verloren geht – für mich und meine 3er-Gruppe war das am Ende Eishockey – obwohl keiner von uns Interesse an diesem Sport hat, aber das Ding hat uns echt Spaß gemacht. Insbesondere die dazugehörige Traumdisziplin (wer Mario Strikers Charged kennt, dem wird das Ding bekannt vorkommen) – diese hat uns sehr gut gefallen.

Grafik: 8
(für Wii-Niveau sehr schön gelungen)

Sound: 7
(alles recht passend, aber eben nichts besonderes.. kleiner +1-Bonus, dass man gekaufte Songs der alten Klassiker als Hintergrundmusik nutzen darf)

Steuerung: 8
(wäre besser, wenn da nicht diese Aussetzer wären)

Gesamt Singleplayer: 6
Leider macht das Ding wirklich alleine nicht lange Spaß. Das Ding ist ein Party-Spiel, es will mit mehreren Spielern gespielt werden. Daher ist alleine schnell die Luft raus.

Gesamt Multiplayer: 8
Wenn man eine Disziplin findet, die allen gefällt (wie bei uns das Eishockey), dann hat man da auch länger seinen Spaß!


Gesamtwertung: