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Review:

Die Virtua Tennis 4 Ankündigung im letzten Jahr kam eher überraschend und ohne großes TamTam. Es ist bereits der zweite Titel der Reihe nach Virtua Tennis 2009, der nicht auf einer Arcade Version basiert. Erstmals werden in der Xbox 360 Version "Kinect" und in der PlayStation Version "Move" unterstützt. Wir konzentrieren uns bei unserem Test jedoch rein aufs Controller Gameplay.


Im schicken Vorspann macht ihr schonmal Bekanntschaft mit einigen spielbaren Tennis Profis. Leider ist die Auswahl in Virtua Tennis 4 nicht ganz so herausragend wie erhofft. Bei den Frauen z.B. befinden sich unter den sieben von Anfang wählbaren Charakteren gleich vier aus Russland. Obwohl auch Teil 4 erneut nicht aus der Spielhalle kommt, gibt es wieder einen Arcade Modus in dem ihr euch durch einige Stages hintereinander kämpft. Daneben gibts den Exhibition Modus (Free Play für bis zu vier Spieler), einen Practice Mode, einen Party Mode (Minispiele im Multiplayer) und natürlich Online Multiplayer. Der Hauptmodus ist und bleibt aber der World Tour Modus, der diesmal eine Generalüberholung spendiert bekommen hat.

Virtua Tennis 4

Wie immer erstellt ihr zu Anfang eurer Karriere einen Tennis Spieler, mit dem ihr dann um die halbe ganze Welt reist. Das Spielfeld gleicht dabei diesmal einem Brettspiel. Mit eurer Spielfigur reist ihr von Veranstaltungsort zu Veranstaltungsort. Ihr seid dabei jedoch auf Flugtickets angewiesen, die euch nur eine bestimmte Anzahl an Felder weitergehen lassen. Auf eurem Weg zu den großen Turnieren nehmt ihr wie üblich an diversen Minispielen teil, die euch Erfahrungspunkte in verschiedenen Bereichen bringen. Zudem gibt es Exhibition Matches, Sonderveranstaltungen, Fan Events, Möglichkeiten bestimmte Spezial Tickets zu kaufen und vieles mehr. Mit den erspielten Geldern kauft ihr euch neue Klamotten, Tennisschläger oder Agenten, die eure Punktzahl erhöhen. Der World Tour Modus ist der bisher motivierendste in der Virtua Tennis Serie. Der Schwierigkeitsgrad ist zudem in drei Stufen wählbar, was Anfänger wie Profis erfreuen dürfte.



Beim Gameplay hat sich einiges seit den alten Teilen getan. Nach der 2009er Version ist auch Teil 4 noch ein ganz klein wenig realistischer geworden. Die ungeliebten Dauerhechtsprünge von der einen zur anderen Seite gibt es nicht mehr. Steht ihr suboptimal zum Ball kann dieser auch schonmal ins Aus gehen (früher fast undenkbar, da gingen einige Ballwechsel eine halbe Unendlichkeit). Neben dem Top Spin, dem Lob und einem angeschnittenen Ball gibt es nun auch einen kraftvollen Spezial Schlag, der besonders stark ist. Diesen könnt ihr durch eine spezielle Spielweise aufladen. Habt ihr euch z.B. entschieden ein Netzspieler zu sein (Spielstile werden nach und nach im World Tour Modus freigeschaltet), steigt euer Power Balken durch Schläge am Netz. Seid ihr mehr der Konter Spieler, läd sich der Power Balken durch gekonterte Schläge auf.

Grafisch gibt es an Virtua Tennis 4 nicht viel zu meckern. Die Umgebungen bzw Stadien sehen fantastisch aus, die Charaktere hätten allerdings vielleicht eine kleine Generalüberholung gebraucht, so sehen die Gesichter immer noch ein wenig versteinert aus.
Das zeigt sich natürlich nur bei Nahaufnahmen. Bei der musikalischen Untermalung hat SEGA mal wieder gespart - zum fünften mal in Folge. Die meisten werden wohl wie immer die Musik gleich zu Beginn abschalten. Schade.

Wer noch kein Virtua Tennis sein eigen nennt und mit dem gelben Filzball zumindest ein wenig was anfangen kann sollte hier zugreifen. Besitzer der Vorgänger sollten sich den neuen World Tour Modus ansehen und entscheiden ob sich der Kauf zum Vollpreis für sie lohnt.


Wertung: