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Hilfe, die Wikinger kommen!

Das von The Creative Assembley entwickelte "Viking – Battle for Asgard" ist ein episches Hack 'n Slay Adventure. Ihr spielt Skarin, einen stämmigen Wikinger, den die Fruchtbarkeitsgöttin Freya von den Toten wiederauferstehen lassen hat und mit mächtigen Fähigkeiten ausgestattet wurde. Skarin soll ich durch Midgard kämpfen und gegen die Truppen der Unterweltsgöttin Hel antreten. 

Soweit so gut.

Ihr startet auf einer von ingesamt drei riesigen Inseln, die es zu befreien gilt, ehe ihr Hel selber gegenübersteht. Der Ablauf ist dabei immer derselbe. Ihr rennt zu Fuß auf den Inseln herum, befreit Wikinger Clans von Hels Armee, um eure eigene zu vergrößern, macht euch auf die Suche nach verschiedenen Gegenständen, sucht das Drachenarmulet mit dem ihr einen mächtigen Drachen herbeiruft und stürmt die großen, von Hels Armee eingenommenen Festungen in epischen Massenschlachten. Soweit die Kurzform. Nebenbei könnt ihr in eurem Lager eure Energie wiederherstellen, Schatzkarten für die auf der Insel verstreuten Geldsäcke und Kisten kaufen, Alkohol an den Wirt verkaufen und eure Fertigkeiten verbessern. Neben den üblichen „Hau-Drauf-Attacken“ gibt es nämlich noch drei Elementar-Angriffe, die ihr nach und nach verbessern könnt, je weiter ihr im Spiel kommt. Sammelt rote Kugeln ein nachdem ihr eure Gegner in die Unterwelt zurückgeschickt habt und entfacht Feuer-, Blitz- und Eis Angriffe. Kämpfen in einer Schlacht eure Kameraden nah an eurer Seite, bekommen diese auch was vom Elementar-Kuchen ab und werden so von euch gestärkt. Außerdem könnt ihr Wurf-Äxte, Heiltränke und später Feuerkrüge kaufen, um eurer Leben in Midgard zu erleichtern.

Weitere Fähigkeiten erlernt ihr an den Duell-Arenen jeder Insel. Hier erkauft und erlernt ihr neue Angriffe und Combos, die euch helfen Hels Krieger schnellstens zurück in die Unterwelt zu befördern. Apropos in die Unterwelt befördern: Meist ist es klüger die feindlichen Lager von außen nach innen schleichend zu übernehmen und einen Gegner nach dem anderen zu töten. Besondern zu Anfang wo ihr noch schwach seid, ist es unklug gleich gegen eine Horde von Totbringern kämpfen zu wollen. Das geht meist nicht gut aus. Betretet ihr ein von feindlichen Truppen besetztes Gebiet, ist dieses düster und regnerisch. Befreit ihr gefangen genommende Wikinger Kollegen und tötet alle von Hels Schergen, wird das Gebiet plötzlich sonnig, es hört auf zu regnen und die Dunkelheit verschwindet.

Habt ihr alle Aufgaben auf einer Insel erfüllt und eure Armee ist groß genug für einen Angriff auf die besetzten Festungen, geht der Spaß erst richtig los. In den epischen, grafisch eindrucksvollen, sogenannten Full-Scale Battles wird’s blutig. Hunderte von Kriegern stürmen aufeinander los. Eure Aufgbe ist es mit Hilfe der gerufenen Drachen euren Weg durch die gegnerischen Horden zu kämpfen und Schamanen, Riesen und Recken zu erledigen, am Ende eure Göttig zu rufen und den Krieg zu beenden. Gegner wie die Riesen werden in "God of War"-ähnlichen Quick-Time Events erledigt.

Fazit:
Viking mach Spaß und das von der ersten Minute an. Grafisch sowie spielerisch weiß Viking von Anfang an zu gefallen. Das einzige Problem mit Viking ist, dass die Aufgaben und auch die Welt in der man sich bewegt abwechslunsgreicher sein könnten. Spätestens auf der dritten Insel sind die immer wiederkehrenden, gleichen Missionsziele ausgelutscht. Die Laufwege werden immer länger, die Gegner bleiben dieselben. Es bleibt ein leicht fader Nachgeschmack, dass doch noch viel mehr möglich gewesen wäre. Und dennoch: Für Fans von epischen Massenschlachten im Hack 'n Slay Stil ist Viking DER Überraschungshit des Frühjahrs.


Wertung: